Juni 2026
Greta Znojemsky | Keim und Untergrund
Jeder Anfang trägt einen Zauber in sich – den Moment, in dem etwas möglich wird, bevor es Form annimmt. In einer Zeit, in der unsere Beziehung zur Natur von Krisen, Erschöpfung und Sehnsucht geprägt ist, richte ich den Blick auf jene Momente des Entstehens, in denen Wandel beginnt – leise, unscheinbar und doch von ungeheurer Kraft.
Das gezeigte Bild – „Gräser / Samen“ – erkundet den Ursprung: das Keimen, Wachsen und Aufblühen. Zugleich stellt es Fragen nach unserer Rolle in dieser Bewegung: Wie kann inmitten des Klimawandels ein neuer Anfang aussehen? Wo finden wir Hoffnung in der Veränderung?
Es lädt dazu ein, den Blick zu öffnen – für die Schönheit und Fragilität der Natur, für den Moment zwischen Verlust und Erneuerung, für die Möglichkeit, neu zu beginnen. Denn jeder Neubeginn ist mehr als ein Aufbruch: Er ist eine Einladung, anders zu sehen, zu fühlen und zu handeln.
Die „Wurzelreliquie“ verweist auf die Bedeutung von Wurzeln. Pflanzen kommunizieren über Wurzelsysteme, sie sind mit allen Partnern unter der Erde im Austausch. Die Wurzeln brauchen die Zusammenarbeit mit den Mikroorganismen des Bodens, Spurenelemente, Mineralstoffe. Es ist gleichsam das Gehirn der Pflanze.
Greta Znojemsky, Gräser / Samen, Acryl auf Leinwand
Greta Znojemsky, Wurzelreliquie, Hasel
Die gebürtige Wienerin Greta Znojemsky studierte an der Universität für Angewandte Kunst und an der Akademie für Bildende Künste in Wien. Sie hatte viele Jahre in der Weyringergasse im 4. Bezirk in Wien ihr Atelier, die Windspiel Galerie und ihr Seminarzentrum. Seit 2015 lebt und arbeitet sie in Reichenau an der Rax.
In ihrer künstlerischen Arbeit vereint Greta Znojemsky unterschiedlichste Medien und Techniken – von Fotografie und Malerei über Zeichnung, Skulptur und Installation bis hin zu Objektkunst. In den Ausstellungsarrangements treten unterschiedliche Werkgruppen in direkten Dialog miteinander, wobei sich Oberflächen, Strukturen und Materialien zu einem vielschichtigen Ganzen verweben.
Auf den ersten Blick mögen die Arbeiten unterschiedliche Zugänge zeigen, doch sie entspringen einer einheitlichen künstlerischen Vision. Zentrale Themen sind Diversität, der achtsame Umgang mit Ressourcen sowie Meditationen über Zeit, Vergänglichkeit, Hinterlassenschaften und das Verhältnis von Mensch und Natur.
Greta Znojemsky ist Mitglied bei der Künstlerhausvereinigung, IntAkt-Internationale Aktionsgemeinschaft bildender KünstlerInnen, IG Bildende Kunst, Kulturvernetzung NÖ sowie bei eop – Emergence of Projects, einem transdisziplinäres Netzwerk von Menschen aus Kunst und Wissenschaft.
Sie präsentierte ihre Werke bei Ausstellungen in Österreich, Peru, USA, Russland, Israel, Frankreich, Schweden, Usbekistan, Palästina, Deutschland, China, Malta und Griechenland. Ihre Arbeiten finden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen in Österreich, Deutschland, Finnland, Australien, Peru, Usbekistan und Palästina.
Weitere Informationen zu Biographie und Werken: www.gretaznojemsky.at
Aktuelles auch auf: www.instagram.com/gretaznojemsky
Alle Bilder © Greta Znojemsky