Aktuelle Präsentation


Karin Böhm | Nichts zu sehen?


Anlässlich der Neuerscheinung Nichts zu sehen? Stalag XVII B Krems-Gneixendorf – eine topografische Vermessung  von Karin Böhm und Edith Blaschitz präsentiert das Kunstschaufenster eine Gegenüberstellung einer Fotografie von Karin Böhm und eines historischen Bildes aus dem Stalag XVII B  (Privatarchiv Herbert Slatner, Auswahl: Karin Böhm).

 

Hier weitere Infos zur Neuerscheinung:

Karin Böhm, Edith Blaschitz
Nichts zu sehen? Stalag XVII B Krems-Gneixendorf – eine topografische Vermessung
Verlag Bibliothek der Provinz, 2024, ISBN: 978-3-99126-207-7, 144 Seiten, zahlr. farb. Abb., Hardcover, € 28,00,
www.bibliothekderprovinz.at/buch/8267

The book is also available in an English edition. 
 
Nahe der Stadt Krems befand sich im Zweiten Weltkrieg das größte Kriegsgefangenenlager auf dem Gebiet des heutigen Österreich: das Stalag XVII B Krems-Gneixendorf. Davon ist heute fast nichts mehr zu sehen. 
Zweieinhalb Jahre lang suchte die Bildjournalistin Karin Böhm dieses Areal immer wieder mit ihrer Kamera auf. Aus der beharrlichen Auseinandersetzung mit dem Ort entstand eine fotografische Betrachtung und Vermessung. Parallel dazu recherchierte die Historikerin und Kulturwissenschafterin Edith Blaschitz im Rahmen des Forschungsprojektes „NS-‚Volksgemeinschaft‘ und Lager im Zentralraum Niederösterreich. Geschichte – Transformation – Erinnerung“ historische Quellen zum Stalag XVII B. Die Perspektive der Internierten, deren Kontakte zur lokalen Bevölkerung und der Umgang mit der Erinnerung an das Lager standen im Fokus der Forschungen. 
Im Buch wird die Bestandsaufnahme des gegenwärtigen Ortes mit den recherchierten historischen Dokumenten und aktuellen Reaktionen – Fotografien, Zeichnungen, Briefe, E-Mails, Interviews, Tagebucheinträge, Landkarten und Akten – zu einem dichten Foto-Text-Ensemble verwoben. 
Im abschließenden Essay analysiert die Kunsthistorikerin und Bildwissenschafterin Viola Rühse ausgewählte Aspekte des komplexen künstlerischen Bild-Text-Mosaiks.